Wirtschaftliche Lage im ersten Quartal 2021 weiterhin angespannt

Nach dem schwersten Einbruch der Wirtschaftsleistung seit 1945 im Vorjahr ist die ökonomische Lage Österreichs im 1. Quartal 2021 aufgrund des fortdauernden Lockdowns weiterhin rückläufig. Laut vorläufigen Berech¬nungen von Statistik Austria sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum 4. Quartal 2020 real um 1,1% (saison- und arbeitstagbereinigt), im Vergleich zum Vorjahresquartal lag der Rückgang der Wirtschaftsleistung bei 5,46%.

Weiterhin schwacher Konsum; Erholung bei Investitionen

Bedingt durch den fortdauernden Lockdown im 1. Quartal 2021 ist der Konsum privater Haushalte gegenüber dem Vorjahresquartal real erneut um 7,8% gesunken (3,6% gegenüber dem Vorquartal). Während der Konsum von Waren nur mehr leichte Rückgänge aufweist, ist der Konsum von Dienstleistungen mit 26,4% gegenüber dem 1. Quartal 2020 (-12,2% gegenüber dem Vorquartal) weiterhin stark rückläufig. Demgegenüber weisen die Investitionen wieder positive Wachstumsraten auf. Die Investitionen im Bau steigen real um 2,6% gegenüber dem Vorjahresquartal, die Ausrüstungsinvestitionen um 2,9%.

Der Dienstleistungsaußenhandel ist im 1. Quartal 2021 weiterhin vom Lockdown gezeichnet. Die Exporte von Dienstleistungen weisen ein reales Minus von -38,3% gegenüber dem Vorjahresquartal auf. Die Importe von Dienstleistungen brechen neuerlich um 17,7% real gegenüber dem Vorjahresquartal ein. Auch der Warenaußenhandel kann sich noch nicht erholen. Die Exporte steigen schwach um 0,3% real gegenüber den Vorjahresquartal, die Importe sinken leicht um 0,9%.

Gastronomie und Beherbergung brechen erneut ein; Herstellung von Waren und Bau wachsen

Nach Wirtschaftsbranchen betrachtet erleiden Gastronomie und Beherbergung mit einem Rückgang von 79,1% real zum 1. Quartal 2020 weiterhin den größten Einbruch. Auch die Bereiche Kunst, Kultur und Erholung sind mit -16,7% real erneut rückläufig. Der Handel beginnt sich mit einem leichten plus von 1,3% zum Vorjahresquartal zu erholen.

Die Herstellung von Waren und der Bau treten zu Beginn des Jahres in eine leichte Erholungsphase. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wächst die Herstellung von Waren im 1. Quartal 2021 um 1,8% real. Der Bau weist ein reales Wachstum von 2,7% auf.

Noch keine Erholung der Beschäftigung und der Arbeitnehmerentgelte

Der Arbeitsmarkt bleibt durch den Lockdown weiterhin angespannt, wenngleich sich die Situation im Vergleich zum Frühjahr 2020 gebessert hat. Die Beschäftigtenzahlen gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9% zurück. Der Wert liegt saison- und arbeitstagsbereinigt auch 0,8% unter dem 4. Quartal 2020. Die geleisteten Arbeitsstunden gingen im Jahresvergleich mit -3,1% etwas mehr zurück. Das ist vor allem auf die weiterhin andauernde Maßnahme der Kurzarbeit zurück zu führen.

Die Summe der Löhne und Gehälter lag 2,3% (nominell) unter dem Vorjahresniveau. Ein Rückgang ist auch im Vergleich zum 4. Quartal 2020 mit ebenfalls -2,3% zu beobachten

Entstehung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - saison- und arbeitstagsbereinigt
Entstehung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - unbereinigt
Verteilung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - bereinigt
Verteilung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - unbereinigt
Verwendung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - saison- und arbeitstagsbereinigt
Verwendung des Bruttoinlandsproduktes nach ESVG 2010 - unbereinigt
Erwerbstätigkeit nach verschiedenen ESVG-Konzepten
Erwerbstätige Personen
Arbeitsproduktivität - Lohnstückkosten


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