2005 bis 2020 fertiggestellte Wohnungen und Gebäude, nach der Registerzählung 2011 bis Ende 2020 gemeldete Wohnungsabgänge, fortgeschriebener Wohnungsbestand Ende 2020

2020 fertiggestellte Wohnungen, Zeitvergleich, Art der Bauten bzw. der Bautätigkeit

Basierend auf Datenabzügen vom 15. September 2021 stehen nun neue vorläufige Ergebnisse über das Berichtsjahr 2020 sowie revidierte Zahlen der bislang schon veröffentlichten Fertigstellungszeiträume 2005 bis 2019 zur Verfügung. 2020 wurden österreichweit rund 68.100 Wohnungen errichtet. Nicht enthalten sind die in Wien durch An-, Auf-, Umbautätigkeit an bestehenden Gebäuden zu errichtenden Einheiten. Damit kam nach 2019 das bislang zweithöchste Ergebnis zustande. Es lag um nicht ganz ein Prozent bzw. etwas mehr als 600 Wohnungen unter dieser Zahl und wies gegenüber den Zeiten zurück bis 2011 Steigerungen aus, die sich beginnend mit 6% oder knapp 3.900 Einheiten (gegenüber 2018 sowie 2017) bis zu 47% bzw. rund 21.800 absolut (2011) sukzessive vergrößerten.  
Die Bautätigkeit war vom mehrgeschoßigen Wohnbau dominiert, welcher 2020 etwas mehr als 56% aller Fertigstellungen ausmachte. Mit Ein- und Zweifamilienwohnhäusern wurden im selben Zeitraum etwa ein Viertel aller Einheiten errichtet. Durch An-, Auf-, Umbautätigkeiten an bestehenden Gebäuden wurden mit Ausnahme der Bundeshauptstadt ca. 18% der Wohnungen geschaffen. Der Wert der vergleichsweise wenigen mit neuen Nicht-Wohngebäuden zustande gekommenen Entitäten betrug nicht ganz 1%. Die entsprechenden Verteilungen der besser vergleichbaren beiden Jahre zuvor zeigten hier ein sehr ähnliches Bild.

Da die Ergebnisse neben zeitlichen Verzögerungen auch von Meldeausfällen beeinflusst sind, wurden je nach Möglichkeit eigene Ansätze zur Vervollständigung der Daten gewählt. Wegen methodischer Unterschiede bei den Zurechnungsverfahren und noch nicht vollständig durchführbarer Zuschätzungen sowie wegen speziell in Wien aufgrund von fehlenden Hintergrundinformationen nicht korrekt vorgenommener zeitlicher Zuordnungen zum Berichtsjahr 2008, sind die Auswirkungen auf die bzw. die Veränderung der Zeitreihe zwischen 2010 und 2011 inhaltlich nicht ausreichend interpretierbar. Detailliertere Beschreibungen, die neben Aussagen zur Vollständigkeit bzw. Qualität der Daten auch eine Übersicht über das - insbesondere für 2019, aber auch für das Jahr 2018 festgestellte unerwartet stark rückläufige - Ausmaß an revisionsbedingten Änderungen bieten, sind den Erläuterungen zu entnehmen.

2020 fertiggestellte Wohnungen, regionale Verteilung

Mehr als ein Fünftel aller fertiggestellten Wohnungen wurde 2020 in Wien (mit neuen Gebäuden) errichtet. Nur knapp darunter lag Oberösterreich (fast 19%) gefolgt von Niederösterreich (nicht ganz 17%). Die Steiermark erzielte einen Anteil von über 14%, Tirol etwa ein Zehntel, in Salzburg waren es weniger als 7% und in Vorarlberg und Kärnten jeweils rund 5%. Nicht ganz 4% aller Einheiten wurden im Burgenland errichtet. 
In Wien fällt der erwartungsgemäß überproportionale Wert in Mehrgeschoßbauten auf: 2020 wurden hier alleine in der Bundeshauptstadt knapp 35% aller Wohnungen dieses Gebäudetyps geschaffen. Innerhalb des eingeschoßigen Wohnbaus zeigten insbesondere die Bundesländer Niederösterreich gefolgt von Oberösterreich die höchsten Anteile (fast 27% bzw. über 24%). Mit etwa 14% zeigte sich auch in der Steiermark ein erhöhter Wert.

2020 fertiggestellte Wohnungen, Wohnbauraten pro 1.000 Einwohner

Gemessen an den Bevölkerungszahlen zum Jahresdurchschnitt wurden 2020 abgesehen von der Wiener An-, Auf-, Umbautätigkeit 7,6 Wohnungen pro 1.000 Einwohner errichtet. Die höchste Fertigstellungsraten waren dabei in Tirol (9,2) gefolgt Vorarlberg (8,8) und Oberösterreich (8,5) zu registrieren. Überdurchschnittliche Werte zeigten auch Salzburg (7,9) gefolgt von der Steiermark (7,8) und dem Burgenland (7,7). Die restlichen Bundesländer lagen durchwegs unter dem Bundesschnitt: In Wien war das nur geringfügig der Fall (7,3 Wohnungen pro 1.000 Einwohner), in Niederösterreich war der Abstand schon etwas größer (6,7). Die geringste Rate wies Kärnten mit 5,5 Wohnungen pro 1.000 Einwohner aus.  
Da sich die wie schon öfters erwähnt Zahlen der Bundeshauptstadt nur auf die mit neuen Gebäuden errichteten Wohnungen beziehen, ist die hier ermittelte Rate naturgemäß geringer. Die Bevölkerungsentwicklung verläuft in Wien aber deutlich dynamischer als in den anderen Bundesländern, es ist somit von einem höheren Bedarf an neuen Wohnungen auszugehen. Daher könnte ein Miteinbeziehen der mittels An-, Auf-, Umbautätigkeit zustande kommenden Einheiten eine nicht unwesentliche Erhöhung der entsprechenden Rate für Wien mit sich bringen, was aber derzeit nicht den Gegebenheiten entspricht.

2020 fertiggestellte Wohnungen, Wohnnutzflächen

Die durchschnittliche Nutzfläche einer 2020 fertiggestellten Wohnung betrug nicht ganz 98 m2. Die größten Einheiten wurden dabei im Burgenland (fast 117 m2) gefolgt von Ober- und Niederösterreich (jeweils knapp 116 m2) und auch Kärnten (fast 108 m2) erbaut. Über dem Bundesschnitt befindliche Nutzflächen wies auch Tirol aus (annähernd 99 m2). Alle restlichen Bundesländer lagen darunter: Das war die Steiermark mit fast 93 m2 gefolgt von Vorarlberg mit weniger als 94 m2. Die mit Abstand kleinsten Einheiten wurden (abgesehen von der An-, Auf-, Umbautätigkeit) erwartungsgemäß in der Bundeshauptstadt geschaffen (rund 65 m2).  
Nicht ganz 23% aller 2020 fertiggestellten Wohnungen hatten eine Nutzfläche von mindestens 130m2. Annähernd 17% wiesen Flächen zwischen 90 und weniger als 130m2 aus, fast 31% waren zwischen 60 bis unter 90m2 groß. 20% hatten ein zwischen 45 bis unter 60m2 liegendes Flächenausmaß, knapp ein Zehntel der Einheiten hatten Nutzflächen unter 45m2.  
Oberösterreich und das Burgenland (mit jeweils 35%) und auch Niederösterreich (33%) wiesen überhöhte Anteile bei der Gruppe der größten Wohnungen aus. Auch Kärnten zeigte hier mit über 30% ein überdurchschnittliches Ergebnis. Ein dazu konträres Bild dazu bot die Bundeshauptstadt, die – abgesehen von der An-, Auf-, Umbautätigkeit – in dieser Größenklasse einen deutlich unterdurchschnittlichen Anteil von nur 2% aufwies. In Wien gab es dagegen mit mehr als 40% einen auffallenden Überhang bei der mittelgroßen Kategorie zwischen 60 und 90 m2. Überdurchschnittlich hoch war dieser Wert auch in Vorarlberg (über 36%) und in Tirol (knapp 33%). In der kleinsten Größenordnung von 45 bis unter 60 m2 waren neben der Bundeshauptstadt (mehr als 16%) insbesondere die Steiermark (fast 17%), aber auch Salzburg (fast 14%) überrepräsentiert.

2020 fertiggestellte Wohnungen, Wohnräume

Die in direktem Zusammenhang mit der Nutzfläche stehende Wohnraumanzahl bot bei den 2020 erfolgten Fertigstellungen ein dazu ähnliches Bild: Bei dem für das ganze Bundesgebiet (ohne Wiener An-, Auf-, Umbauten) geltenden Durchschnitt von 4,9 Wohnräumen pro Einheit erzielten Oberösterreich (6,5) gefolgt von Niederösterreich (6,0) und dem Burgenland (5,9) die höchsten Werte. Kärnten (5,0) lag noch knapp über, Tirol direkt am Bundesschnitt. Die Bundesländer Steiermark, Salzburg und Vorarlberg erzielten mit jeweils 4,7 Wohnräumen knapp unterdurchschnittliche Ergebnisse. Eingeschränkt auf die mit neuen Gebäuden geschaffenen Einheiten weist die Bundeshauptstadt die mit Abstand geringste durchschnittliche Wohnraumanzahl aus (2,6).  
Wohnräume haben eine Mindestnutzfläche von 4m2, wobei entsprechend große Küchen dazu zählen (nicht einbezogen sind diverse Vor- und Nebenräumlichkeiten wie z.B. Abstellräume, Speisekammern, Schrankräume, Balkone).

2020 fertiggestellte Wohnungen, Bauherren und Bauherrinnen

39% der 2020 fertiggestellten Wohnungen wurden von sonstigen juristischen Rechtspersönlichkeiten erbaut. Privatpersonen errichteten weniger als 37%, 23% der Einheiten wurde von gemeinnützigen Bauträgern geschaffen. Die 2020er-Fertigstellungen der öffentlichen Hand fielen kaum ins Gewicht (etwas mehr als 1%).  
Die entsprechenden Verteilungen innerhalb der einzelnen Bundesländer boten ein nicht unbekanntes Bild: Sonstige juristische Bauträger waren insbesondere in Wien (zu knapp 56%), aber auch in Vorarlberg (über 49%) und in der Steiermark tätig (knapp 48%). Salzburg übertraf hier mit mehr als 40% ebenso noch leicht den Bundesschnitt, in den verbleibenden Bundesländern war die Bautätigkeit der sonstigen juristischen Personen unterrepräsentiert, wobei die mit Abstand wenigsten Einheiten dieser Referenzgruppe im Burgenland erbaut wurden (etwas mehr als 12% aller Fertigstellungen dieses Bundeslandes).  
Für die Gruppe der privaten Bauverantwortlichen gab es in den meisten Bundesländern überdurchschnittliche und zum Gutteil deutlich erhöhte Anteile, die von 53% (Oberösterreich) bis zu rund 37% (Steiermark) schwankten. Nur in Wien wurde bei dieser Bauherrngruppe ein deutlich unterrepräsentatives Ergebnis (nicht ganz 4%, nur bezogen auf neue Gebäude) erzielt.  
Die Gemeinnützigkeit war 2020 insbesondere im Burgenland (fast 39%) und in Wien (weniger als 37%) tätig. Auch in Niederösterreich war mit mehr als 27% ein über dem Durchschnitt liegender Wert zu ermitteln. In allen anderen Bundesländern zeigten sich bei diesen Bauverantwortlichen unter dem Österreichwert liegende Anteile, wobei jene in Tirol gefolgt von Salzburg und Oberösterreich (mit jeweils rund 19 oder 18%) ein geringeres Minus aufwiesen. In Vorarlberg war etwa 13% zu ermitteln, das Schlusslicht bildete Kärnten mit etwas mehr als 12%.

2020 fertiggestellte Wohnungen, Rechtsverhältnis

Die Aussagekraft zum Rechtsverhältnis ist wegen fehlender Angaben gemindert: Für 30% oder rund 20.800 der berichteten Wohnungsmasse ganz Österreichs war bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung keine Information über das Rechtsverhältnis an der Wohnung verfügbar. Speziell in der Bundeshauptstadt kann hier von einem fast vollständigen Ausfall gesprochen werden: Neben den grundsätzlich fehlenden An-, Auf-, Umbautätigkeitsmeldungen waren hier für nur 2% oder etwas mehr als 300 der Wohnungen in neuen Gebäuden Angaben verfügbar. Das ist insofern problematisch, als das Rechtsverhältnis der in der Bundeshauptstadt fertiggestellten Einheiten vermutlich oft anders als in den restlichen Bundesländern geartet ist (deutlich mehr Mietwohnungen). Die hier vorgenommene Darstellung und Beschreibung der Ergebnisse bezieht sich daher auf Österreich ohne Wien: Im Berichtsjahr 2020 war für nicht ganz 11% oder ca. 5.900 Wohnungen dieser Grundgesamtheit keine Auskunft zum Rechtsverhältnis verfügbar. Fast 58% der Einheiten wurden im Eigentumsverhältnis geschaffen (etwa 40% zur Selbstnutzung des Gebäudeeigentümers, knapp 18% im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes). Mehr als 28% der Entitäten waren Mietwohnungen, die verbleibenden rund 3% der Einheiten hatten ein sonstiges Rechtsverhältnis (ca. 2%, z.B. eine unentgeltliche Nutzung durch Familienangehörige oder Verwandte) oder waren Dienst- bzw. Naturalwohnungen (nicht ganz 1%).

2020 fertiggestellte neue Gebäude, Zeitvergleich, Gebäudeeigenschaften

2020 wurden österreichweit rund 24.100 neue Gebäude errichtet – ein Ergebnis, das sich im Zeitraum zurück bis 2011 nach den Jahren 2019 gefolgt von 2016 an dritter Stelle wiederfindet: Gegenüber dem Vorjahr betrug das Minus etwas mehr als 2% bzw. ca. 500 absolut, im Vergleich zu 2016 war ein knapp 1%iger Rückgang 3.900 feststellbar (etwas mehr als 200 Objekte).  
Fast 78% aller 2020 neu errichteten Gebäude dienten überwiegend den (privaten) Wohnzwecken. Die meisten davon waren erwartungsgemäß neue Ein- und Zweifamilienwohnhäuser (ca. 85% aller Wohngebäude). Innerhalb der neuen Nicht-Wohngebäude stellte die mit Abstand größte Gruppe die freistehenden Privatgaragen dar (mehr als 43%). 2020 waren über 23% aller neu errichteten Nicht-Wohnobjekte landwirtschaftliche Nutzgebäude. Industrie- bzw. Lagergebäude wiesen mit rund 16% den nächsthöheren Wert aus. Gebäude für Kultur und Freizeit bzw. das Bildungs- und das Gesundheitswesen, Hotels (Gasthöfe, Pensionen), Bürogebäude sowie Groß- und Einzelhandelsobjekte erzielten Anteile zwischen 5 und 3%. Am wenigsten wurden 2020 gemeinschaftlich genutzte Gebäude, Gebäude des Verkehrs- u. Nachrichtenwesens sowie Kirchen oder sonstige Sakralbauten fertiggestellt (zu jeweils weniger als 1%).

2020 fertiggestellte neue Gebäude, überbaute Flächen

2020 wurden mit neuen Gebäuden insgesamt rund 625 Hektar Flächen überbaut, was etwa 875 Fußballfeldern gleichkommt. Fast 563 Hektar oder 788 Fußballfelder davon wurden alleine für neue Gebäude, die an bislang unverbauter Fläche errichtet wurden, benötigt.  
Nicht ganz 26% der Flächen sämtlicher neuer Gebäude wurden alleine in Oberösterreich verbaut, in Niederösterreich waren es etwas mehr als 23%. Über 15% wurden in der Steiermark überbaut, zu jeweils rund 8% war dies in Tirol und der Bundeshauptstadt der Fall. In den verbleibenden Bundesländern streuten die Anteile um die 5-Prozent-Marke. 
Mehr als 46% aller insgesamt ausgewiesenen Gebäudegrundflächen wurden für den Ein- und Zweifamilienwohnhausbau gebraucht, knapp 22% für größere Wohngebäude. Beim eingeschoßigen Wohnbau wurden die mit deutlichem Abstand meisten Flächen in Nieder- gefolgt von Oberösterreich (fast 30% bzw. ca. 25%) und die wenigsten in Wien verbaut (knapp 2%). Die Steiermark wies hier einen erhöhten Anteil von rund 13% aus. Die restlichen Bundesländer streuen hier zwischen 4% (Vorarlberg) und knapp 8% (Tirol).  
In Wien wurden erwartungsgemäß für den Mehrgeschoßwohnbau die meisten Flächen benötigt (annähernd 19%). Auch Oberrösterreich gefolgt von Niederösterreich zeigten hier deutliche Ausweitungen (fast 17 bzw. 16%). Jeweils etwas mehr als 12% der neuen Flächen größerer Wohnanlagen wurden in der Steiermark und in Tirol überbaut. Am unteren Ende der Verteilung lag das Burgenland mit etwas mehr als 3%.  
Die überbauten Flächen der 2020 fertiggestellten Nicht-Wohnobjekte machten etwas mehr als 32% aller Neuerrichtungen aus. Den höchsten Anteil wiesen dabei die Industrie- und Lagergebäude (12%) gefolgt von den landwirtschaftlichen Nutzgebäuden aus (7%). Der geringste Wert war dabei für Kirchen, sonstige Sakralbeuten ermittelbar (nur geringfügig über 0%).

2020 fertiggestellte neue Gebäude, Baudauer

Die mittlere Baudauer (Median) aller 2020 fertiggestellten neuen Gebäude betrug 1,8 Jahre. Dies galt in gleichem Ausmaß für Wohn- wie auch Nicht-Wohngebäude. Ein- und Zweifamilienwohnhäuser wurden innerhalb von 1,7, das durchschnittliche mehrgeschoßige Wohnobjekt in 2,3 Jahren errichtet.  
Die innerhalb der Wohngebäude stattgefundene regionale Verteilung zeigte ein gewisses Ost-/Westgefälle: Die kürzesten Baudauern waren in Kärnten (1,3 Jahre) gefolgt von Vorarlberg (1,4), Oberösterreich (1,5) und Tirol (1,6) festzustellen. Salzburg lag genau am zuvor erwähnten Bundesschnitt von 1,8 Jahren, in allen anderen Bundesländern wurde dieser überboten: in der Steiermark mit einer Baudauer von 1,9 Jahren nur geringfügig, im Burgenland und in Niederösterreich mit jeweils durchschnittlich 2,3 Jahren schon deutlicher. In der Bundeshauptstadt wurden mit 2,5 Jahren die längsten Zeiten benötigt, was mit der hohen Mehrgeschoßwohnbautätigkeit begründet werden kann (durchschnittliche Baudauer von 2,9 Jahren).  
Wieder bezogen auf Wohngebäude und unter Außerachtlassen der geringfügigen Bautätigkeit der öffentlichen Hand war festzustellen, dass Privatpersonen grundlegend die geringsten Zeiten für die Errichtung benötigten (1,6 Jahre, bei den wenigen größeren Wohnbauten 1,8). Sonstige juristische Rechtspersönlichkeiten errichteten ihre Wohnbauten in durchschnittlich 2 Jahren (1,9 für eingeschoßige, 2,1 Jahre für mehrgeschoßige Objekte). Gemeinnützige Bauvereinigungen stellten Wohngebäude in durchschnittlich 2,6 Jahren fertig, wobei man hier für die Errichtung von Ein- und Zweifamilienwohnhäusern etwas weniger lang brauchte (2,5 Jahre), für größere Wohnbauten im Schnitt länger (2,8).

Nach der Registerzählung 2011 bis Ende 2020 gemeldete Wohnungsabgänge

Nach der Registerzählung 2011 (Stichtag 31. Oktober) bis zum 31. Dezember 2020 wurden von den Baubehörden insgesamt knapp 99.200 Wohnungsabgänge gemeldet (sh. Erläuterungen). Nicht enthalten sind allfällige durch baubehördliche An-, Auf-, Umbautätigkeiten in Wien bedingte Wohnungsabgänge.  
Die mit Abstand meisten der Abbrüche erfolgten in Oberösterreich (zu knapp 23%) gefolgt von Niederösterreich (etwas mehr als 16%) sowie der Bundeshauptstadt (über 15%). Knapp 14% der Inaktivierungen wurden in der Steiermark vorgenommen, Tiroler wie auch Salzburger Gemeinden meldeten jeden Zehnten Wohnungsabgang. Kärnten und Vorarlberg erreichten hier Anteile von je einem Zwanzigstel, das Burgenland weist hier mit rund 2% den geringsten Wert aus.  
Die meisten Abbrüche wurden im Jahr 2019 veranlasst (mehr als 16% der Gesamtmasse). Das aktuelle Jahr 2020 war jener Berichtszeitraum, der den zweithöchsten Stand erreichten (annähernd 14%).2015 gefolgt von 2018 waren jene Berichtszeiträume, die jeweils die nächsthöchsten Stände erreichten (knapp 12 bzw. mehr als 11%). Jeweils ein Zehntel der insgesamt abgegangenen Wohnungen wurden in den Jahren 2016 und 2017 als solche gemeldet, 2013 und 2014 waren es jeweils fast 9%. Weniger als 8% der Abgänge erfolgten 2012, die unmittelbar nach dem Stichtag der Registerzählung 2011 im selben Jahr noch erfassten Inaktivierungen machten nicht ganz 2% aus.  
Aus regionaler Sicht fallen insbesondere die vielen im Jahr 2015 in der Steiermark erfolgten Abgänge auf (fast 34% aller Wohnungsabbrüche in diesem Jahr), welche vermutlich in engem Zusammenhang mit Adressbereinigungen anlässlich der vergangenen regionalen Verwaltungseinheiten- bzw. Gemeindezusammenlegungen standen.

Fortgeschriebener Wohnungsbestand

Ausgehend vom endgültigen Wohnungsbestand der Registerzählung 2011 (Stichtag 31. Oktober), unter Zuzählung der entsprechenden auf- bzw. zugeschätzten Fertigstellungsergebnisse (ausgenommen An-, Auf-, Umbautätigkeiten in Wien) und mit Abzug aller gemeldeten Wohnungsabgänge (unter Ausschluss allfälliger durch baubehördliche An-, Auf-, Umbautätigkeiten in Wien bedingte Wohnungsabgänge) waren mit Ende 2020 ein fortgeschriebener Bestand von rund 4.893.000 Wohnungen zu errechnen.  
Die Bundeshauptstadt Wien erreichte dabei den höchsten Anteil von nicht ganz 22%, in Niederösterreich waren es etwas mehr als 19% der Einheiten. Knapp 16% der Wohnungen lagen in Oberösterreich, etwa 14% in der Steiermark. Für Tirol ergab die Fortschreibung einen fast 9%igen Bestandsanteil. Kärnten gefolgt von Salzburg erreichten hier fast 7 bzw. mehr als 6%. In Vorarlberg waren über 4% zu ermitteln. Am unteren Ende der regionalen Verteilung findet sich das Burgenland mit einem Bestandsanteil von mehr als 3%.

Ergebnisse im Überblick: 2006 bis 2020 fertiggestellte Wohnungen und Gebäude nach Gebäudeeigenschaften und Art der Bautätigkeit
2005 bis 2020 fertiggestellte Wohnungen nach Gebäudeeigenschaften, Art der Bautätigkeit und Bundesländern
2020 fertiggestellte Wohnungen je 1.000 Einwohner
Nutzflächen 2020 fertiggestellter Wohnungen nach Bundesländern
Wohnräume der 2020 fertiggestellten Wohnungen nach Bundesländern
2020 fertiggestellte Wohnungen nach Bauherrn bzw. Bauherrinnen und Bundesländern
2020 fertiggestellte Wohnungen nach Rechtsverhältnis und Bundesländern ausgenommen Wien
2005 bis 2020 fertiggestellte neue Gebäude nach Gebäudeeigenschaften und Bundesländern
Überbaute Flächen 2020 fertiggestellter neuer Gebäude nach Gebäudeeigenschaften und Bundesländern
Baudauer 2020 fertiggestellter neuer Gebäude nach Bauherrn bzw. Bauherrinnen, Art des Wohngebäudes und Bundesländern
Nach der Registerzählung 2011 bis Ende 2020 registrierte Wohnungsabgänge nach dem Zeitraum der Meldung und nach Bundesländern
Fortgeschriebener Wohnungsbestand zum 31.12.2020 nach Bundesländern

2018 bis 2020 fertiggestellte Wohnungen
2005 bis 2020 fertiggestellte Wohnungen
2018 bis 2020 fertiggestellte neue Gebäude
2005 bis 2020 fertiggestellte neue Gebäude


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