Die hier präsentierten Daten zu den Arbeitskosten sind den folgenden drei statistischen Quellen entnommen: Arbeitskostenerhebung 2004, jährliche Arbeitskostenstatistik und Arbeitskostenindex.
Mit den Ergebnissen der Arbeitskostenerhebung 2004 liegen für Österreich erstmals Daten zur Höhe und Struktur der Arbeitskosten für den gesamten Produzierenden Bereich (Abschnitte C bis F der ÖNACE 2003) und für fast alle Teile des Dienstleistungssektors (Abschnitte G bis K und M bis O) vor. Gemäß EG-Verordnung Nr. 530/1999 des Rates vom 9. März 1999 sind Niveau und Struktur der Arbeitskosten, beginnend mit dem Jahr 2000, alle 4 Jahre zu erheben.
Die jährliche Arbeitskostenstatistik soll dem Bedarf der Nutzer nach Daten zwischen den vierjährigen Arbeitskostenerhebungen Rechnung tragen. Die Datenerfordernis ist im Rahmen einer freien Vereinbarung zwischen Eurostat und den Statistischen Ämtern festgelegt. Die präsentierten Daten umfassen die durchschnittlichen Arbeitskosten pro geleistete Stunde und die Struktur der Arbeitskosten. Für Österreich wurden diese Daten auf Basis der Arbeitskostenerhebungen 1996, 2000 und 2004 und für die restlichen Jahre mit Ergebnissen der Wirtschaftsstatistiken, der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung und der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen berechnet.
Der vierteljährliche Arbeitskostenindex ist ein Indikator zur Messung der kurzfristigen Arbeitskostenentwicklung in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion und in der EG-Verordnung Nr. 450/2003 des Europäischen Parlaments und Rates vom 27. Februar 2003 festgelegt. Er misst die Arbeitskosten pro geleistete Stunde. Die Indexreihen liegen unbereinigt, arbeitstäglich bereinigt sowie saison- und arbeitstäglich bereinigt vor. Basisjahr ist 2000. Die Werte wurden bis zum 1. Quartal 1996 rückgerechnet. In Österreich wird seit dem 1. Quartal 2005 der harmonisierte Arbeitskostenindex für den Produzierenden Bereich (ÖNACE C bis F) und den Dienstleistungsbereich (ÖNACE G bis K) berechnet. Davor wurde nur der Produzierende Bereich berücksichtigt.