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Leistungs- und Strukturdaten

Die 300.745 Unternehmen der Produktions- und Dienstleistungsbereiche (ohne "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung", "Erziehung und Unterricht", "Gesundheits- und Sozialwesen", "Kunst, Unterhaltung und Erholung" sowie "Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (ausgenommen S95) ") erzielten im Berichtsjahr 2008 mit 2.720.793 Beschäftigten Umsatzerlöse in der Höhe von 672,7 Mrd. Euro. Daraus ergaben sich ein Produktionswert von 415,0 Mrd. Euro und eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 174,4 Mrd. Euro. Der Personalaufwand für die 2.459.822 unselbständig Beschäftigten betrug 98,5 Mrd. Euro. Das Investitionsvolumen erreichte 40,7 Mrd. Euro.

Die Leistungs- und Strukturstatistik erlaubt wichtige Aussagen über die Struktur, Tätigkeit, Beschäftigung, Investitionstätigkeit und Leistung der Unternehmen auf nationaler und regionaler Ebene in der Gliederung nach Wirtschaftsbereichen entsprechend der ÖNACE. Des Weiteren werden wichtige Basisdaten zur Berechnung des Bruttoinlandsproduktes im Rahmen der Volkswirtschaftlichen und Regionalen Gesamtrechnung, für Input-Output-Tabellen sowie für Wirtschaftsprognosen zur Verfügung gestellt.

Ab dem Berichtsjahr 2008 wird die Leistungs- und Strukturstatistik auf Grundlage der revidierten Wirtschaftszweigklassifikation ÖNACE 2008, welche die ÖNACE 2003 abgelöst hat, erstellt. Diese Umstellung bringt nicht nur eine Erweiterung des Erfassungsbereichs, sondern auch methodische und konzeptionelle Adaptierungen mit sich, die einen Vergleich mit den vorangegangenen Berichtsjahren nur bedingt zulassen.

Der Erfassungsbereich nach ÖNACE 2008 erstreckt sich auf die Wirtschaftsbereiche der Produktion (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) und große Teile des Dienstleistungsbereichs (Abschnitte G bis N und Abteilung S95 der ÖNACE 2008).

Beim Vergleich des Produzierenden Bereiches mit den Dienstleistungen zeigte sich, dass knapp mehr als vier Fünftel (80,1%) der Unternehmen in den Dienstleistungsbranchen tätig waren, während sich bei den Beschäftigten ein Anteil von 64,7% ergab. Gemessen an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten entfielen 40,3% auf den Produzierenden Bereich und 59,7% auf den Dienstleistungsbereich. In den Dienstleistungsbereichen wurden beinahe drei Viertel (72,2%) der gesamten Investitionen getätigt. Dieses Übergewicht bei den Investitionen war u.a. auf die hohen Investitionstätigkeiten in den Abschnitten "Grundstücks- und Wohnungswesen (Abschnitt L der ÖNACE 2008)" sowie "Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (Abschnitt N der ÖNACE 2008)" zurückzuführen. In diesen Bereichen wurden mit 15,5 Mrd. Euro 38,0% der gesamten Bruttoinvestitionen getätigt.

Betrachtet man die Ergebnisse nach einzelnen Wirtschaftsabschnitten, entfiel auf die "Herstellung von Waren" mit 26,8% der höchste Wertschöpfungsanteil (Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten) aller erhobenen Abschnitte der ÖNACE 2008. In diesem Bereich, der lediglich 8,7% aller Unternehmen umfasste, waren mit einem Anteil von 23,2% auch die meisten Beschäftigten tätig. Gemessen an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten folgte der Abschnitt "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen", der mit 25,1% der Unternehmen knapp ein Viertel (23,0%) der Gesamtbeschäftigten stellte und einen Wertschöpfungsanteil von 16,2% erbrachte. In Relation zur Gesamtzahl der Unternehmen lag der Bereich "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" vor dem Bereich "Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen" (18,3%) an erster Stelle, gefolgt von der Beherbergung und Gastronomie, die trotz eines Anteils von 14,9% an den Unternehmen einen Beitrag zur Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von lediglich 3,9% leistete.

Die Ergebnisse nach Beschäftigtengrößenklassen spiegeln die überwiegend kleinbetriebliche Struktur der österreichischen Wirtschaft wider. Für das Berichtsjahr 2008 zeigte sich, dass 262.066 Unternehmen (87,1%) mit weniger als zehn Beschäftigten (selbständig und unselbständig) tätig waren. Die Unternehmen in dieser Größenklasse erzielten aber nur 16,5% der gesamten Umsatzerlöse und 17,1% der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten. 1.119 Unternehmen (0,4%) wiesen hingegen 250 und mehr Beschäftigte auf. In Unternehmen dieser Größenordnung waren jedoch mehr als ein Drittel (34,2%) aller Beschäftigten tätig, wobei der Anteil dieser Unternehmen an den Umsatzerlösen 39,8%, an der Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten 43,3% und an den Investitionen 40,4% betrug.

Neben den Ergebnissen auf Unternehmensebene sind Betriebsergebnisse für Gesamtösterreich und getrennt nach Bundesländern verfügbar. Die 301.788 Betriebe der Produktions- und Dienstleistungsunternehmen der Abschnitte B–N sowie S95 der ÖNACE 2008 erwirtschafteten in Gesamtösterreich Betriebserlöse von 675,3 Mrd. Euro. Im Rahmen der Leistungs- und Strukturstatistik 2008 wurden auch die Beschäftigten im Jahresdurchschnitt, die Bruttolöhne und -gehälter sowie die Bruttoinvestitionen in Sachanlagen auf Arbeitsstättenebene erhoben, wobei hier 371.408 Arbeitsstätten (örtliche Einheiten) erfasst wurden.

Hinweis:

Die Verordnung (EG) Nr. 295/2008 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 11. März 2008 über die strukturelle Unternehmensstatistik (Neufassung) regelt seit dem Berichtsjahr 2008 u.a. die Erstellung struktureller Unternehmensstatistiken auf europäischer Ebene nach der neuen Klassifikation für wirtschaftliche Tätigkeiten NACE Rev. 2.

Die neue EU-Verordnung über die strukturelle Unternehmensstatistik ist auch die Grundlage für die Sammlung von Informationen über alle marktwirtschaftlichen Tätigkeiten im Rahmen der jährlichen Leistungs- und Strukturstatistik für die Abschnitte B bis N sowie die Abteilung 95 der ÖNACE 2008 ab dem Berichtsjahr 2008.

Ein Vergleich der Daten, die in den Berichtsjahren von 2003 bis 2007 nach der ÖNACE 2003 veröffentlicht wurden, ist mit Einführung der ÖNACE 2008 nur mehr bedingt möglich, da sich der Erfassungsbereich erweitert hat bzw. sich die Wirtschaftsbereiche verschoben haben. Gleichzeitig mit der Umstellung wurden auch geringfügige methodische und konzeptionelle Adaptierungen in der Leistungs- und Strukturstatistik vorgenommen. Weitere Informationen zu den Änderungen sowie eine Konversionsmatrix, welche mittels Konversionskoeffizienten eine Umrechnung der Ergebnisse nach der ÖNACE 2008 auf die ÖNACE 2003 für die wichtigsten Hauptmerkmale der Leistungs- und Strukturstatistik ermöglicht, wird in Kürze ebenfalls im Internet veröffentlicht werden.

Bereichsspezifische Ergebnisse und weitere methodische Hintergrundinformation zur Leistungs- und Strukturstatistik 2008 finden Sie in Kürze unter Detailergebnisse "Produktion, Bauwesen" und "Handel, Dienstleistungen".

Tabelle(n):
Ergebnisse im Überblick: Leistungs- und Strukturstatistik 2008HTMLPDFXLS
Leistungs- und Strukturstatistik 2008 - Hauptergebnisse (ÖNACE 2008)PDFXLS
Leistungs- und Strukturstatistik 2007 - Hauptergebnisse (ÖNACE 2003)PDFXLS
Leistungs- und Strukturstatistik 2008 - Hauptergebnisse nach Beschäftigtengrößenklassen (ÖNACE 2008)PDFXLS
Leistungs- und Strukturstatistik 2007 - Hauptergebnisse nach Beschäftigtengrößenklassen (ÖNACE 2003)PDFXLS
Leistungs- und Strukturstatistik 2008 - Wirtschaftskennzahlen (ÖNACE 2008)PDFXLS
Leistungs- und Strukturstatistik 2007 - Wirtschaftskennzahlen (ÖNACE 2003)PDFXLS
Leistungs- und Strukturstatistik 2008 - Wirtschaftskennzahlen nach Beschäftigtengrößenklassen (ÖNACE 2008)PDFXLS
Leistungs- und Strukturstatistik 2007 - Wirtschaftskennzahlen nach Beschäftigtengrößenklassen (ÖNACE 2003)PDFXLS
Leistungs- und Strukturstatistik 2008 - Betriebsergebnisse (ÖNACE 2008)PDFXLS
Leistungs- und Strukturstatistik 2008 - Arbeitsstättenergebnisse (ÖNACE 2008)PDFXLS
Grafik(en):
Leistungs- und Strukturstatistik 2008 - Produzierender Bereich und Dienstleistungen im VergleichGIF
Leistungs- und Strukturstatistik 2008 - Verteilung der Wertschöpfung nach Branchen und UnternehmensgrößeGIF