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Gebärmutter, gesamt

Das Risiko einer bösartigen Neubildung in der Gebärmutter verringerte sich in den letzten beiden Jahrzehnten kontinuierlich. Vor rund 20 Jahren wurden etwa 1.900 Frauen jährlich mit der Diagnose Gebärmutterkrebs konfrontiert (11,4% aller bösartigen Neubildungen bei Frauen). 2007 traf diese Diagnose nur mehr auf etwa 1.270 Frauen pro Jahr zu, das sind etwa 7,7% aller bösartigen Tumore der Frauen.

Ein entscheidender Grund dafür ist ein gut funktionierendes Screening - der jährliche „Krebsabstrich“. Dass die Reduktion an Neuerkrankungen mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf zurückzuführen ist, zeigt die Entwicklung der Tumore in den einzelnen Regionen der Gebärmutter. Während sich die Anzahl der bösartigen Tumore im Gebärmutterkörper kaum veränderte (rund 900 bis 1.000 Fälle jährlich), war nahezu die gesamte Reduktion des Gebärmutterkrebses auf die Region des Gebärmutterhalses zurückzuführen. Die Anzahl der jährlich diagnostizierten Krebsfälle ging hier in den letzten beiden Jahrzehnten von rund 1.000 auf 350 zurück. Das Risiko für eine Frau, vor dem 75. Lebensjahr an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, sank damit von 1,4% auf 0,5% und könnte noch weiter reduziert werden. Das Risiko für eine Frau, vor dem 75. Lebensjahr an Gebärmutterkrebs insgesamt zu sterben, ging von 1,0% auf 0,5% zurück.

Durch das Screening werden bösartige Veränderungen bereits in einem Vorstadium entdeckt; neben einer Abnahme der Krebsfälle war daher eine Zunahme der so genannten „Carcinoma in situ“-Fälle festzustellen.

Tabelle(n):
Gebärmutter, gesamt (C53-C55) - Krebsinzidenz (Neuerkrankungen pro Jahr), Österreich ab 1983HTMLPDFXLS
Gebärmutter, gesamt (C53-C55) - Krebsmortalität (Sterbefälle pro Jahr), Österreich ab 1983HTMLPDFXLS
Gebärmutter, gesamt (C53-C55) - Krebsinzidenz nach Bundesländern, Jahresdurchschnitt (2005/2007)HTMLPDFXLS
Gebärmutter, gesamt (C53-C55) - Krebsmortalität nach Bundesländern, Jahresdurchschnitt (2005/2007)HTMLPDFXLS
Gebärmutter, gesamt (C53-C55) - Krebsinzidenz nach Stadium, Jahresdurchschnitt (2005/2007)HTMLPDFXLS
Grafik(en):
Bösartige Neubildungen der Gebärmutter im ZeitverlaufGIF