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Arbeitszeit

Im ersten Quartal 2010 belief sich laut Mikrozensus die Zahl der Vollzeitbeschäftigten in Österreich auf 3.002.000, jene der Teilzeitbeschäftigten auf 1.021.000, berechnet nach dem Labour-Force-Konzept und den Angaben auf die Frage nach Vorliegen von Teilzeit. Gegenüber dem Vorjahresquartal zeigt sich ein Rückgang der Vollzeitbeschäftigung um 25.600. Die Beschäftigung bei den Erwerbstätigen bewegte sich auf Vorjahresniveau (+1.400). Dies liegt vor allem an der Zunahme der Teilzeitbeschäftigung (+27.000), was in der Folge zu einem weiteren Anstieg der Teilzeitquote von 24,7% im ersten Quartal 2009 auf 25,4% im ersten Quartal 2010 führte. Bei den Unselbständigen war ebenso ein Rückgang bei der Vollzeitbeschäftigung (-33.000) zu verzeichnen, der durch die Zunahme bei der Teilzeitbeschäftigung (+18.500) nur teilweise ausgeglichen wurde. Die Zahl der unselbständig Beschäftigten reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 14.000. Der Anstieg der Teilzeitquote bei den Unselbständigen betrug im Vergleich zum Vorjahresquartal +0,6 Prozentpunkte (von 24,7% im ersten Quartal 2009 auf 25,3% im ersten Quartal 2010). 878.000 Unselbständige gingen im ersten Quartal 2010 einer Teilzeitbeschäftigung nach, davon 742.000 Frauen.

Das Arbeitsvolumen, das heißt die Zahl der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden sowohl in Haupt- wie Zweittätigkeiten lag im ersten Quartal 2010 mit 1 Mrd. 729 Mio. Stunden um 2,8 Mio. Stunden über der Arbeitsleistung des vierten Quartals 2009 und um 23 Mio. Stunden über dem Wert des Vorjahresquartals. Dementsprechend war die durchschnittliche tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit der Haupttätigkeit pro Kopf im ersten Quartal 2010 mit 33,2 Stunden um 0,5 Stunden höher als im ersten Quartal 2009. Die normale wöchentliche Arbeitszeit lag wegen der Zunahme der Teilzeitbeschäftigung mit 37,7 Stunden um 0,4 Stunden unter jener des ersten Quartals 2009. Bei den Unselbständigen lag das Arbeitsvolumens im Vergleich zum Vorjahresquartal um 24 Mio. Stunden höher. Die durchschnittlich tatsächlich geleistete Arbeitszeit stieg damit bei den Unselbständigen um 0,7 Stunden auf 32,3 Stunden pro Woche.

Im Jahresdurchschnitt 2009 nahm bei den Erwerbstätigen insgesamt die Vollzeitbeschäftigung gegenüber 2008 um 60.400 Personen ab, während die Teilzeitbeschäftigung um 48.100 Personen auf 1.002.800 Teilzeitarbeitskräfte anstieg. Damit zeigte sich bei der Zahl der Erwerbstätigen insgesamt ein Rückgang von 12.300 Personen. Dem prozentuellen Anstieg bei den Erwerbstätigen in Teilzeit (+5,0%) entsprechend, legte die Teilzeitquote von 23,3% 2008 auf 24,6% 2009 weiter zu. Ebenso nahm die Teilzeitquote bei den Unselbständigen zu (Teilzeitquote 2009: 24,5%, 2008: 23,2%). Die Zahl der unselbständig Teilzeitbeschäftigten stieg auf 866.200.

Die gewöhnlich geleistete Arbeitszeit pro Woche lag im Jahresdurchschnitt 2009 für alle Erwerbstätigen bei 38,2 Stunden, ein Minus von 0,4 Stunden gegenüber 2008. Ebenso sank die durchschnittliche normale Arbeitszeit pro Woche bei den unselbständig Erwerbstätigen von 37,4 Stunden 2008 auf 37,0 Stunden 2009. Auch die tatsächlich geleistete Arbeitszeit pro Woche sank bei den Unselbständigen von 33,0 Stunden im Jahr 2008 auf 31,6 Stunden 2009. Insgesamt war ein Rückgang um 1,4 Stunden auf 32,9 Stunden pro Woche in der Haupttätigkeit zu beobachten.

Das Arbeitsvolumen (tatsächlich geleistete Arbeitsstunden) in der Hauptbeschäftigung betrug im Jahresdurchschnitt 2009 6 Mrd. 866 Mio. Stunden. Inklusive Tätigkeiten in einer zweiten Beschäftigung wurden 6 Mrd. 970 Mio. Stunden gearbeitet. Die Unselbständigen leisteten 2009 5 Mrd. 698 Mio. Stunden (2008: 5 Mrd. 941 Mio. Std.). Damit lag das Arbeitsvolumen sowohl bei den Erwerbstätigen insgesamt (-323.700 Mio. Stunden bzw. -4,5%) als auch bei den Unselbständigen (-243.200 Mio. Stunden; -4,1%) deutlich unter dem Wert des Vorjahres.

Hinweis: Als erwerbstätig gelten nach internationaler Definition (Labour-Force-Konzept) Personen, die in der Referenzwoche mindestens eine Stunde gearbeitet haben oder wegen Urlaub, Krankheit usw. nicht gearbeitet haben, aber normalerweise einer Beschäftigung nachgehen. Die im Text angeführten Zahlen schließen für die Angaben zur Teilzeit auch Personen in Elternkarenz ein, für die die zuletzt ausgeübte Arbeitszeit erfasst wird. In die Durchschnittsberechnungen und die Angaben zum Arbeitsvolumen gehen diese allerdings nicht ein.

Tabelle(n):
Ergebnisse im Überblick: ArbeitszeitHTMLPDFXLS
Erwerbstätige (internationale Defintion) mit Wunsch nach zusätzlichen Arbeitsstunden, kurzfristiger Verfügbarkeit (arbeitszeitbezogen Unterbeschäftigte) nach ausgewählten Merkmalen - Jahresdurchschnitt 2009HTMLPDFXLS
Weitere Informationen:
Arbeitsmarktstatistik - 1. Quartal 2010 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 4. Quartal 2009 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 3. Quartal 2009 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 2. Quartal 2009 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 1. Quartal 2009 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 4. Quartal 2008 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 3. Quartal 2008 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 2. Quartal 2008 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - 1. Quartal 2008 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - Jahresergebnisse 2009 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - Jahresergebnisse 2008 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - Jahresergebnisse 2007 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - Jahresergebnisse 2006 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - Jahresergebnisse 2005 (Schnellbericht)PDF
Arbeitsmarktstatistik - Jahresergebnisse 2004 (Schnellbericht)PDF