Handel
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Kartogrammen.
Mit der Klassifikationsumstellung auf die ÖNACE
2008 werden ab dem Berichtsjahr 2009 die Konjunkturindikatoren nur mehr
nach der ÖNACE 2008 berechnet. Dies führt dazu, dass im Wirtschaftsatlas
Österreich zwei verschiedene ÖNACE-Klassifikationen verwendet werden.
Bitte beachten Sie die jeweilige ÖNACE-Bezeichnung in den Texten, Tabellen
und Grafiken (Weitere Informationen finden Sie in den „Besondere Hinweise zu den Daten“).
Das Kapitel Handel präsentiert zahlreiche wirtschaftliche Eckdaten ab 1995 (wie
z.B. Strukturdaten, Kennzahlen und Indizes) im Jahresverlauf, welche
gemeinsam die Struktur und konjunkturelle Entwicklung des österreichischen
Handels (darunter fallen der „KFZ-Handel, einschl. Instandhaltung
u. Reparatur und Tankstellen“, die „Handelsvermittlung und der Großhandel“
sowie der „Einzelhandel“) im Überblick wiedergeben. In der rechten
Infobox finden Sie unter „Besondere Hinweise zu den Daten“ weiterführende
Erläuterungen sowie Informationen über die Aktualität des verfügbaren
Datenmaterials.
Wenn Sie an aktuellen Konjunkturdaten im Europäischen
Vergleich interessiert sind, dürfen wir Sie auf die „Wichtigen
Europäischen Wirtschaftsindikatoren“ verweisen.
Der Handel ist ein wichtiger Wirtschaftszweig im österreichischen
Dienstleistungssektor, der 2008 12,4 % zum Bruttoinlandsprodukt beitrug und 2008 nahezu 3,6 Mio. österreichische Haushalte versorgte.
Das Wirtschaftswachstum
im Handel erreichte im Jahr 1998 mit einem Wachstum von 4,5% gegenüber
dem Vorjahr seine Spitze. Nach einem Plus von 0,7% gegenüber dem Vorjahr
im Jahr 2007 ergab sich für das Jahr 2008 ein Wert von 0,6%. Die Verkaufsfläche
der österreichischen Einzelhandelsarbeitsstätten, auf der den Konsumenten
die Waren angeboten werden, betrug 2004 knapp 32,9 Mio. m². 2007 erwirtschafteten die mehr als 80.000 Handelsunternehmen
allein Umsatzerlöse
im Wert von ca. 209 Mrd. € und beschäftigten rund 625.000 Personen,
wobei mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer im Einzelhandel zu finden sind, der mit 42.478
Unternehmen (53,0%) und 332.000 Beschäftigten (53,1%) der größte
Arbeitgeber in diesem Bereich war.
Das durchschnittliche Jahresgehalt pro unselbständig
Beschäftigtem lag im Handel im Jahr 2007 bei 25.091 Euro, wobei im
Großhandel tendenziell mehr verdient wird (nämlich 35.687 Euro) als
im Einzelhandel (18.077 Euro). Die Zahl der Arbeitslosen stieg nach einem Rückgang 2008 im letzten Jahr
wieder deutlich und erreichte 2009 einen Wert von 34.833. Die Nutzung
von Informations- und Kommunikationstechnologien im Handel erlebte in
den letzten fünf Jahren einen kräftigen Aufschwung, der etwa durch
den Anstieg des Anteils der Unternehmen mit Breitbandanschluss im Handel
von 17,9% (2001) auf 79,6% (2008) verdeutlicht wird, ein Anteil der
2009 (79,4%) erstmals auf dem Niveau des Vorjahres blieb. Die konjunkturelle Entwicklung
verlief für die österreichischen Handelsunternehmen im Jahr 2009 erstmals
seit 2001 negativ. Für den Handel ergab sich für das Jahr 2009 ein
nominelles Umsatzminus von 5,5% zum Vorjahr. Dabei erzielte der Großhandel mit einem Umsatzminus von 9,5% (nominell)
und 2,7% (real) gegenüber dem Vorjahr, dass schlechteste Ergebnis unter
den Handelsbranchen. Der gesamte Kfz-Handel verbuchte einen nominellen
Umsatzrückgang von 3,0%, während der österreichische Einzelhandel
(ohne Handel mit KFZ) mit einem nominellen Umsatzplus von 1,1% eine
Steigerung im Absatzvolumen von 1,4% erwirtschaftete. Der Großhandelspreisindex
steigerte sich im Jahresdurchschnitt von 1995 auf 2009 um 19,7%, dabei
kam es 2009 im Vergleich zum Vorjahr mit -7,4% zum stärksten Rückgang
seit 1995.
Die Handelsunternehmen sind traditionell zum überwiegenden
Teil klein- und
mittelbetrieblich strukturiert. Im Jahr 2007 waren knapp über
88% (70.908 Unternehmen) aller Handelsunternehmen mit weniger als 10
Beschäftigten tätig. Diese trugen 22,1% zur Bruttowertschöpfung des
Handels bei und boten fast 28,4% aller Beschäftigten dieses Wirtschaftszweiges
Arbeit. Nur 0,2% der österreichischen Handelsunternehmen beschäftigten
über 250 Mitarbeiter. Diese erbrachten jedoch mit 33,2% der Beschäftigten
der Handelsbranche fast ein Drittel (30,0%) der Bruttowertschöpfung
zu Faktorkosten.
Europaweit (EU-27; siehe: Branchendaten im EU-Vergleich) waren im Handel (Abschnitt G der NACE) 2007 mehr als 6,3 Mio. Unternehmen
tätig, die eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 1,2 Billion
Euro erwirtschafteten und 32,5 Mio. Personen beschäftigten. Der Personalaufwand
für die 27,0 Mio. unselbständig Beschäftigten betrug 668,5 Mrd. Euro.
Das Investitionsvolumen erreichte 152,0 Mrd. Euro. Betrachtet man die
Umsatzentwicklung von 2000 bis 2007 so liegt Österreich mit einem Plus
von 47,1% knapp über dem EU-Durchschnitt von 42,9%. Die stärksten
Umsatzzuwächse gegenüber dem Jahr 2000 verzeichnen Rumänien (249,7%),
Ungarn (217,6%), und Litauen (205,0%). Der Personalaufwand pro unselbständig
Beschäftigtem ergab 2007 im EU-Durchschnitt 24.730 Euro, wobei Österreich
mit 32.498 Euro deutlich über diesem Schnitt liegt und sich auch deutlich
über die Nachbarländer Deutschland (26.978 Euro) und Italien (29.992
Euro) reihen kann.
Bei der Betrachtung der einzelnen Bundesländer (siehe: Branchendaten nach Bundesländern) ergibt sich folgendes Bild:
Im Jahr 2007 war Salzburg mit 11,8 Handelsbetrieben pro 1.000 Einwohner
dasjenige Bundesland mit der höchsten Dichte an Handelsbetrieben, gefolgt
von Wien mit 10,7 Betrieben. Schlusslicht sind Kärnten und die Steiermark
mit 8,6 bzw. 8,7 Betrieben. Hinsichtlich der Bruttolöhne und –gehälter
pro unselbständig Beschäftigtem ist Wien mit 32.610 Euro Top gegenüber
dem Schlusslicht Steiermark, mit rund 20.938 Euro. Wien liegt damit
deutlich über dem österreichischen Durchschnitt von 25.091 Euro. Weiters
führt Wien mit 560.759 Euro auch deutlich hinsichtlich der Betriebserlöse
pro Beschäftigtem insgesamt vor Salzburg (353.288 Euro) und Vorarlberg
(318.609 Euro), bei einem Österreichschnitt von 337.908 Euro. Im Jahr
2006 trug Wien nahezu ein Drittel (30,9%) und damit den höchsten Anteil
zur Bruttowertschöpfung im Handel für Österreich bei.
Die durchschnittlichen Konsumausgaben pro Privathaushalt
lagen im Jahr 2008 für Nahrungsmittel bei rd. 4.250 Euro, für Bekleidung
und Schuhe bei ca. 2.430 Euro und für Fahrzeuge bei rund 1.310 Euro.
Die Ausgaben für Getränke schlugen mit rd. 990 Euro pro Haushalt zu
Buche. Betrachtet man die Konsumausgaben privater Haushalte im Zeitverlauf
(1995-2008), ergibt sich eine Steigerung der Ausgaben von 16,8% für
Bekleidung, 48,7% für Nahrungsmittel, 44,5% für Getränke und für
Fahrzeuge 10,0%.
Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der
einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (in der rechten Infobox) zu
beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken
erhalten Sie im Zweig Statistiken.
| Handelsunternehmen (ÖNACE 2003: Abschnitt G) - Ausgewählte Strukturdaten 2007 gegliedert bis zur NACE-2-Steller-Ebene |  |  |  |
| Handelsunternehmen (ÖNACE 2003: Abschnitt G) - Ausgewählte Strukturdaten 2007 nach Beschäftigtengrößenklassen |  |  |  |
| Handelsunternehmen (ÖNACE 2003: Abschnitt G) - Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen 2007 nach Beschäftigtengrößenklassen |  |  |  |
| Eckdaten im Handel (ÖNACE 2003: Abschnitt G) für die EU-27, Österreich und Nachbarländer: 2007 und Entwicklung seit 2000 |  |  |  |
| Eckdaten im Handel (ÖNACE 2003: Abschnitt G) nach Bundesländern 2007 |  |  |  |
| Entwicklung ausgewählter Indizes im Bereich Handel (ÖNACE 2008: Abschnitt G) seit 2000 |  |  |  |
| Entwicklung ausgewählter Merkmale im Handel (ÖNACE 2003: Abschnitt G) seit 1995 |  |  |  |
| Wirtschaftswachstum im Handel (ÖNACE 2003: Abschnitt G) 1995 bis 2008 real |  |
| Entwicklung des Personalaufwands je unselbständig Beschäftigtem im Handel (ÖNACE 2003: Abschnitt G) im europäischen Vergleich |  |
| Regionale Verteilung der Betriebserlöse je Betrieb der einzelnen Branchen des Handels (ÖNACE 2003: Abschnitt G) 2007 |  |
| Umsatzindex und Beschäftigtenindex für den Handel (ÖNACE 2008: Abschnitt G) ab 2000 |  |
| Anteil der Handelssparten (ÖNACE 2003: Abschnitt G) an der Zahl der Unternehmen, den Beschäftigten und den Umsatzerlösen 2007 |  |